Holsaten Holsaten pirschen durch Biddesem

K1024 weinpirschGruppeJa, es war ein wunderschöner Abend am 23.03. auf unserer ersten Weinpirsch. Rund herum gelungen!

Dabei, unter rd. 800 Teilnehmern, unsere Farben zu tragen und zu zeigen war mehr als nur ein anschauliches Bild. (Seht selbst im Anhang). Unsere stattliche Gruppe-20 hat fast alle Stationen gemeinsam geschafft. Die kleine Gruppe der Aktiven (Griever mit Jessica, Chip mit Sarah, Schlingel, Venator und Koda) wurden auf Einladung eines Gönners begleitet von unserem Ehrenpräsiden AH Zeus und CD Helena, AHDame Flo und AHXXX Silvester, AH Mecki, CD Karola und AH Gajus, CD Luna und AH Homer, AH Tool sowie Astrid und Felica mit dem Berichterstatter Maestro, AHXX. Vor allem die Büdesheimer Burgstraße wurde zur Flaniermeile der Weintester.

Durch die wechselnden Örtlichkeiten hatten viele von uns verschiedene Gespräche, teilweise kontrovers und auch provokant, mit anderen Gästen.  Wir konnten dabei ohne viel Mühe und Aufheben zeigen, wie wir HOLSATEN-Burschenschaftler aus Bingen wirklich sind.  Eine gepflegte, gut situierte und auch geschliffene, generationenübergreifende Gemeinschaft, die mit Stil und Anstand Spaß an der Gesellschaft hat und ein aktiver Teil der Binger Kulturöffentlichkeit darstellt. Nein - das soll kein Eigenlob sein und wir dürfen uns auch nicht in dieser Wonne suhlen, doch unser Licht müssen wir auch nicht unter den Scheffel stellen (oder nur in der heimlich gemütlichen Konstante erscheinen lassen).  K1024 20180323 212008Es ist uns damit gut gelungen eine positive Ausnahme von den leider zunehmend "dunklen" Eindrücken von "Burschenschaftlern" in der Öffentlichkeit zu verkörpern.  Dafür danke ich allen Teilnehmern sehr herzlich auch im Namen der Vorstandschaft. AH Zeus hat uns im Nachgang ein gereimtes Kulturgut gesendet.

Ein „Meenzer Schoppestecher“ mit dem Motto: „Aach Wein zu trinke is e Kunst“, der diesen wunderschönen Abend unvergesslich persifliert. Mit unserem Stophenbeitrag dazu, freuen wir uns auf weitere viele schöne und gemeinsame Ereignisse dieser oder ähnlicher Art.

Drum trinke Woi, in Freundes Kreise
en gudes Dröpsche, mir nid verweise,
mit Spaß und Stil dun mir genieße,
Violett-Gold-Rot, auf ewig sprieße!

Euer Weinhirsch Maestro, AHXX

 

En Weinberg pflege is schon schwer,
En Wein zu pflege noch viel mehr,
Un schließlich sagt mer nit umsunst:
"Aach Wein zu trinke is e Kunst!"

Der Wein macht alle Sinne selig;
Erst hört mer'n fließe, klar un ölig,
Dann sieht mer'n golden stehn im Glase
Un richt'n, blumig mit der Nase.

Dann fühlt mer'n kellerkühl im Traume,
Dann schmeckt mer'n erst uffZung un Gaume!
Erst wenn de ganze Mund debei is,
Do wäß mer, was des for en Wein is!

Des erst Gläsje schmeckt noch sauer,
Un erst nach ziemlich langer Dauer
Getraust de dich, de letzte Troppe
Zu trinke von dei'm erste Schoppe!

Un dann bestellst de der de zweite,
Den kannst de dann schon besser leide,
Duhst dich mit dem Geschmackversöhne
Un duhst dich langsam dran gewöhne.

Beim dritte werst de awwer munter,
Dei Backe und dei Nos'wer'n bunter,
Bei jedem Schluck, des merkste ständig,
Allmählich werd de Geist lebendig!

Ein Wink voll Würde nach dem Wirte,
Un stillvergnügt bringt der de vierte.
Bei dem - des hätt'ich bald vergesse -
Do musst de unbedingt was esse.

Dann duht der fünfte vor dir stehen,
Du kimmst uff glänzende Ideen,
Host Einfäll, wie noch nie im Lewe,
Un host noch nie geredt wie ewe!

Un danach sitzt de vor dem sechste.
Jetzt liebst de rückhaltlos dein Nächste,
Dein'n Todfeind in normale Zeite,
Du redst per "Du" un kannst'n leide.

De siebte Halwe, der is kritisch,
Er macht die Mensche leicht politisch,
Loß en eweck, ganz still und sachte,
Ihn iwwerhipp, nemm gleich de achte.

Ein jeder wääß, zum achte Gläsje
Gehört dem Mensch e Spundekäsje,
Des reitzt de Gaume, stärkt de Mage
- Korz, mer kann widder ään vertrage!

Des wär jetzt also schon de neunte,
Um dich erum sin nor noch Freunde;
Die Gläser un des Hirn wer'n leerer,
Die Bää, die Köpp un Zunge schwerer.

Un von dem zehnte un vom elfte
Trinke zwä Schutzleit noch die HäIfte,
Die wolle Feierabend biete
Un dich vor einem Rausch behüte.

Wer Wein trinkt, muss vor allem wisse,
Dort, wo die Grenz halt is, do isse;
Mer derf de Karr'n nit iwwerlade
- Aä Tröppche mehr, des is zum Schade!

En Weinberg pflege is schon schwer,
En Wein zu pflege noch viel mehr,
Un schließIich sagt mer nit umsunst:
"Aach Wein zu trinke is e Kunst!"

 

(Adolf Gottron)
Ehrenvorsitzender des Mombacher-Carnevals-Vereins
Die Bohnebeidel